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Freundschaftsfahrt rund um den Hellenstein ist einzigartig

...das ist ja wahnsinnig...

 

Freundschaftstreffen Rund um den Hellenstein 2014

14 externe Ballone haben sich dieses Jahr zu der Freundschaftsfahrt Rund um den Hellenstein in Heidenheim an der Brenz vom 18.-20.07.2014 angemeldet. Mit den 4 eigenen Ballonen des BSC-Hellenstein e.V. ergab dies ein stattliches Starterfeld von gesamt 18 Ballonen. Erstmalig wurde heuer diese Veranstaltung nicht mehr unter der Regie des langjährigen Vereinsvorsitzenden Hans Peter Lossmann sondern unter der Führung von Ralph Eger und einem extra dafür auserkorenem Team durchgeführt. Und so ergab es sich auch, dass zu den vergangenen Jahren kleine Änderungen im Ablauf stattgefunden haben. Zum Beispiel wurde auf eine Wettfahrt verzichtet. Auch die Passagierzuteilung auf die Ballone erfolgte nach einem neuen Schema. Aber das nur am Rande.

Das Motto der Veranstaltung sollte auch dieses Jahr wieder ganz oben stehen. Freundschaftsfahrt soll heißen, dass hier Freundschaft und nicht Wettkampfstress gelebt wird. Mit ein Hauptgrund für mich, die letztjährigen durchgeführten Fuchsfahrten gänzlich wegzulassen.

Freundschaftsfahrt bedeutet nach unserer/meiner Auffassung nicht nur die Freundschaftspflege zu Altbekannten, sondern wir möchten auch neue Freundschaften aufbauen und gewinnen, und so konnten wir dieses Jahr zwei neue Teams aus der Schweiz um die Piloten Martin Steinmann und Hans Leuthold, Matthias  Schlegel mit Anhang aus der Stuttgarter Ballonsportgruppe, Martin Buchenberg aus Sonthofen und Wolfgang Oberloher aus Altötting in unseren heiligen Hallen als Neulinge begrüßen.

Matthias Schlegel reiste bereits am Donnerstagabend an und machte gleich mit Mareike Eger am Abend eine schöne Ballonfahrt durch das Eselsburger Tal. Weil Matthias die Gegend so gefallen hat wurde auf Freitagmorgen spontan eine Ballonfahrt in den Sonnenaufgang angesetzt. Dieses Mal mit zwei Ballonen. Damit dieses überhaupt zu bewerkstelligen war hatte die „Jugend“ des BSC sich hierfür kurzerhand frei genommen. Tolle vereinsübergreifende Jugendarbeit würde ich sagen!

Am Freitagnachmittag wurde dann so nach und nach alles für das große Fest vorbereitet damit unsere Gäste so langsam eintreffen konnten. Obwohl am Freitagabend ebenso geniales Ballonwetter herrschte hielten sich alle an den durch mich vorgegebenen Programmablauf (Ich muss fairerweise zugeben, dass es auch mir schwer gefallen ist diesen einzuhalten). Und so traf man sich nach dem Einchecken um 20:00 Uhr zum Generalbriefing. Hier wurde auf die Besonderheiten in und um Heidenheim hingewiesen und auch gleich ein kleiner Forecast auf das Wettergeschehen am Samstagmorgen gegeben. Anschließend gab es noch ein kleines Vesper in Form von warmen Fleischkäse und Salate. Der Freitagabend dauerte dann nicht so lange, da am Samstagmorgen um 4:45 Uhr schon das Frühbriefing angesetzt war.

Das Briefing zu früher Stunde verlief kurz und knackig, so dass sich die Teams kurz darauf zum Startgelände im Brenzpark aufmachen konnten. Es folgte eine traumhafte Frühfahrt in den jungen Tag. Mit kräftigen Winden an der ausgeprägten Inversion ging es mit rund 20 kt über den Albtrauf bei Heubach. Die meisten der 18 Teams landeten dann sicher im Großraum Schwäbisch Gmünd. Nach Ablieferung der Passagiere und der Ankunft im Ballönerheim gab es erst mal ein deftiges und ausgiebiges zweites Frühstück für die Teams, und dabei wurden gleich die Erfahrungen dieser wunderschönen Frühfahrt untereinander ausgetauscht.

Um die warme Mittagspause etwas mit Leben zu füllen hatte der Veranstalter angeboten in den Tiefen Stollen, einem Besucherbergwerk in Wasseralfingen einzufahren. 26 Gäste ließen sich diesen Event nicht entgehen. Im Berg herrschen im Vergleich zu draußen, wo es um die 32°C warm war, angenehme 11 Grad. Als wir nach rund 1,5 stündiger Führung wieder aus dem Berg ausfuhren traf uns aufgrund des echt krassen Temperaturunterschieds beinahe der Schlag!

In der Zwischenzeit wurde von den Helfern des Festlesausschusses in der Ballonhalle bereits Kaffee und Kuchen vorbereitet. Ein Kommentar unserer Schweizer Gäste, welchen ich einfach mal so stehen lassen will, war „das ist ja wahnsinnig was da alles aufgefahren wird, …. und jetzt kommen da noch mehr Kuchen! So etwas haben wir in unserem langen Ballönerleben noch nicht erlebt und gesehen! Das ist EINZIGARTIG!“

Nach der Stärkung mit Kaffee und Kuchen ging es nach kurzem Briefing erneut zum Startplatz um unter sehr heißen Temperaturen (zum Glück hatten wir dieses Jahr nicht so viele Passagiere) die Ballone aufzurüsten. Die anschließende Fahrt verlief im Groh genau wie die morgendliche Fahrt. Gleiche Windrichtung nur etwas langsamer. Allerdings nur im Groh. Denn wer es trotz der warmen Temperaturen gewagt hatte hoch aufzusteigen konnte in Heidenheim sogar eine sog. Box fahren. Und es gelang tatsächlich dem Stuttgarter Jungpiloten Benedikt Munz wieder auf dem Startplatz im Brenzpark zu landen. Respekt, Respekt, tolle Leistung!

Kaum zurück von der Ballonfahrt wartete in der Ballonhalle auch schon wieder das Essen auf die hungrigen Veranstaltungsteilnehmer. Ich möchte hier mal ein riesengroßes Dankeschön an Christoph Schindzelorz und sein Festlesteam aussprechen, welches unermüdlich vom Aufbau am Freitag  bis zum Abbau am Sonntag fast rund um die Uhr geackert hat um unsere Gäste zufrieden zu stellen und zu versorgen. Mir ist schon bewusst, dass dieses ein schwacher Trost für die geleistete Arbeit ist, aber Ihr wurdet von allen teilnehmenden Teams mehr als gelobt und für Eure Arbeit sehr bewundert! Ihr seid einfach der Wahnsinn und mit solch einer starken Mannschaft im Rücken kann kommen was will, da wird jede Situation gemeistert!

Für Sonntagmorgen hatte sich dann nur noch ein Team aufgemacht eine abschließende Ballonfahrt im Heidenheimer Raum zu machen. Die anderen Teams hatten es vorgezogen lieber gemeinsam und gemütlich den Samstagabend ausklingen zu lassen. Die Stuttgarter Truppe riss das Ruder dann irgendwann an sich und so wurde noch ausgiebig musiziert und gesungen bis weit in die Nacht hinein.

Als kurzes Resümee zu meiner ersten organisierten Ballonveranstaltung, kann ich aufgrund der mir durch die Teams mitgeteilten Rückmeldungen wie  „so etwas gibt es in der Schweiz nicht und wäre auch nicht denkbar“,“ in ganz Deutschland habe ich so eine Veranstaltung noch nicht erlebt“, „das sucht vergeblich Seinesgleichen“;  „einfach Klasse“, „hier in Heidenheim erfährt man die Bedeutung des Wortes Freundschaft“, schon ein wenig stolz  sagen, das trotz den ein oder anderen unrunden Abläufen es alles in allem eine TOP-Veranstaltung war.

Danke an alle Helfer und an die Teams, denn nur durch Euch wurde es letztendlich zu diesem TOP-EVENT!

 Ralph E.

Besten dank an
Manuel Henck, und Mareike Eger für die Bilder!